06:42 Uhr ICE startet Richtung Berlin. Dabei bin ich gerade erst schlafen gegangen, das war eine harte Nacht, mehrere hundert LOCs sind mir aus den Fingern gefallen. Da Programmieren durchaus eine Kunst ist, sollte man die Muse, hat sie einen denn endlich geküsst, nicht mit einem Plattschuss erlegen, sondern sich direkt Ihrer Fügung hingeben.
Irgendwann gegen Mittag kommt der Zug an. Verspätung. Ach ja, die Queen ist heute in Berlin, da muss halt ein Zug schon einmal 30 Minuten 500 Meter vor dem Bahnhof warten. Zu spät zum Termin angekommen, haben sich die Kollegen der TU Berlin als extrem freundliche Zeitgenossen herausgestellt. Kollege Saternus, auch mit von der Partie, hat sich schon dem Kaffee gefrönt.

An dieser Stelle muss man das wirklich lobenswert erwähnen: noch nie habe ich jemanden getroffen, der mit einer solchen Hingabe aber auch Geduld, die von ihm verfasste API erklärt hat. Leider hatte ich OneNote nicht auf dem Laptop installiert, also musste der vi des Windows herhalten und mit notepad.exe wurden spontan 3 Seiten mitgetippt.

Nachdem die Accounts für eine hier nicht näher genannte Sourcecode-Verwaltung angelegt waren, wurde auch gleich das Aus- und Einchecken an der Datenbank geübt. Mit neuem Sourcecode auf der Platte wird die Rückreise wieder angetreten. Während Kollege Saternus sich durch den Feierabendverkehr bis zum Flughafen durchschlagen muss, habe ich Glück: der Bahnhof ist nur ein paar Fußminuten um die Ecke: "Ahhhh, Berlin..." das war definitiv ein kurzer Besuch aber ein lohnenswerter. Während der ICE Sprinter mit nahezu der Take-Off-Geschwindigkeit einer Boing 757-200 entgegen des nächsten Sonnenaufgangs gondelt, werden noch liegen gebliebene Aufgaben erledigt. Das Outlook Postfach wurde schlielich noch mal schnell auf den aktuellen Stand gebracht und die 70 noch nicht gelesenen Mails haben sich enorm reduziert. Nichts desto trotz liegen noch 917 zwar gelesene aber nicht abgearbeitet Mails im Postfach nichts kritisches aber einfach Mails mit Links, Texten oder Informationen, die noch nicht verarbeitet sind. Im Akt dieser Arbeitswut sind natrlich auch einige Antwort-Mails der digitalen Feder entsprungen müssen später nur noch weggeschickt werden!

Wieder einmal neigt sich ein 19 Stunden Arbeitstag dem Ende entgegen mit dem Gefühl .NET ist doch eine feine Sache.